Lavendel im Topf ist eine gute Wahl, wenn Sie Balkon, Terrasse oder Eingangsbereich mit einer robusten, duftenden Pflanze gestalten möchten. Damit Lavendel im Pflanzkübel dauerhaft gesund bleibt, kommt es aber weniger auf häufiges Gießen als auf den richtigen Standort, ein durchlässiges Substrat und einen Kübel mit funktionierender Drainage an. Genau hier passieren in der Praxis die meisten Fehler: zu wenig Sonne, zu nasse Erde oder ein zu dichter Wurzelbereich.
Lavendel stammt aus Regionen mit viel Licht, eher mageren Böden und wenig Staunässe. Diese Bedingungen sollten Sie im Pflanzkübel möglichst gut nachbilden. Dann wächst die Pflanze kompakt, duftet intensiv und bleibt über Jahre attraktiv. Wird Lavendel dagegen wie eine klassische Beet- oder Zimmerpflanze behandelt, leidet er meist schnell unter zu feuchtem Substrat, vergeilt im Schatten oder verholzt zu stark.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Sorten sich eignen, wie groß der Kübel sein sollte, welche Erde passt und worauf Sie beim Schnitt und bei der Überwinterung achten sollten.
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist die sicherste Wahl für den Kübel: winterhart, kompakt und pflegeleicht. Mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag, durchlässiges Substrat (50 % Erde, 50 % mineralische Zuschläge) und ein Kübel mit Ablaufloch sind Pflicht. Zwei Schnitte pro Jahr halten die Pflanze in Form: kräftiger Rückschnitt im Frühjahr, Pflegeschnitt nach der Blüte.
Direkt passende Kategorien:
Inhaltsverzeichnis
- Welche Lavendelsorten eignen sich für den Kübel?
- Welcher Pflanzkübel passt am besten zu Lavendel?
- Wie baut man Drainage und Substrat für Lavendel richtig auf?
- Wo steht Lavendel im Topf am besten?
- Wie gießt und düngt man Lavendel im Topf richtig?
- Wann und wie schneidet man Lavendel im Topf?
- Wie überwintert Lavendel im Pflanzkübel sicher?
- Welche Fehler sollte man bei der Kübelkultur vermeiden?
- Fazit
- Häufige Fragen
Welche Lavendelsorten eignen sich für den Kübel?
Nicht jede Lavendelart reagiert im Kübel gleich. Wer sich fragt, welcher Lavendel für Kübel geeignet ist, sollte vor allem auf Winterhärte und Wuchsform achten.
Echter Lavendel ist meist die sicherste Wahl
Für einen Lavendel im Pflanzkübel ist Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) in vielen Fällen die beste Wahl. Diese Art bleibt vergleichsweise kompakt, duftet intensiv und gilt als deutlich robuster gegenüber Kälte als empfindlichere Lavendelarten. Gerade auf Balkon und Terrasse ist das ein Vorteil, weil die Wurzeln im Kübel stärker dem Wetter ausgesetzt sind als im Gartenboden.
Kompakte Sorten wie 'Hidcote Blue' oder 'Munstead' passen gut in kleinere bis mittlere Gefäße. Sie wirken sauber aufgebaut, lassen sich gut in Form halten und passen auch optisch zu modernen Pflanzkübeln.
Schopflavendel ist dekorativ, aber anspruchsvoller
Schopflavendel (Lavandula stoechas) fällt durch seine markanten Hochblätter auf und wirkt deutlich mediterraner. Im Kübel kann er sehr attraktiv aussehen, ist aber frostempfindlicher und deshalb eher etwas für geschützte Standorte oder für Nutzer, die im Winter aktiv schützen oder frostfrei überwintern können.
Außerdem unterscheiden sich die Ansprüche beim Substrat: Während Echter Lavendel eher mineralische, magere und oft leicht kalkhaltige Bedingungen gut verträgt, ist Schopflavendel in der Regel sensibler. Für dauerhaft unkomplizierte Kübelbepflanzung ist er daher meist nicht die erste Wahl.
| Sorte | Winterhärte | Höhe | Kübel-Eignung |
|---|---|---|---|
| Lavandula angustifolia 'Hidcote Blue' |
bis ca. –15 °C | 30–40 cm | Sehr gut, kompakt, robust |
| Lavandula angustifolia 'Munstead' |
bis ca. –15 °C | 30–50 cm | Sehr gut, klassisch, pflegeleicht |
| Lavandula × intermedia 'Grosso' |
bis ca. –12 °C | 60–80 cm | Bedingt, braucht großen Kübel |
| Lavandula stoechas (Schopflavendel) | bis ca. –5 °C | 40–60 cm | Dekorativ, aber frostempfindlich |
Welcher Pflanzkübel passt am besten zu Lavendel?
Der Kübel entscheidet mit darüber, ob Lavendel gesund bleibt. Dabei geht es nicht nur um die Optik, sondern vor allem um Wasserabzug, Wurzelraum und Temperaturverhalten.
Welche Größe sollte der Kübel haben?
Die Frage nach der richtigen Lavendel-Topf-Größe lässt sich nicht pauschal beantworten, aber als Orientierung gilt: Der Kübel sollte deutlich größer als der Wurzelballen sein. Zu kleine Gefäße trocknen im Sommer sehr schnell aus, engen die Wurzeln ein und kippen bei größeren Pflanzen leichter. Zu große Kübel sind dagegen nicht automatisch besser, wenn das Substrat dauerhaft zu feucht bleibt.
Für einzelne junge Pflanzen reicht oft ein mittelgroßes Gefäß ab etwa 30 × 30 cm. Soll der Lavendel mehrere Jahre im gleichen Topf bleiben, ist etwas mehr Wurzelraum sinnvoll. Da Lavendel tief wurzeln kann, sind eher ausreichend tiefe Pflanzkübel vorteilhaft. Tipps zur Berechnung der optimalen Kübelgröße finden Sie in unserem Ratgeber Pflanzkübel-Größe berechnen.
Für eine einzelne kompakte Lavendelpflanze wie 'Hidcote Blue' reicht ein Kübel ab 30 × 30 × 30 cm. Für Lavendelhecken in Pflanztrögen rechnen Sie pro Pflanze etwa 30 cm Breite.
Warum das Abflussloch Pflicht ist
Lavendel geht im Kübel deutlich häufiger durch Staunässe ein als durch Trockenheit. Deshalb braucht der Topf ein funktionierendes Abflussloch, wenn sie den Kübel im Außenbereich benutzen. Ohne Ablauf sammelt sich Wasser im unteren Bereich, das Substrat bleibt zu lange nass und die Wurzeln faulen.
Im Außenbereich gilt: Bei Fiberglas-Kübeln ohne Einsatz bohren Sie 4–5 Ablauflöcher (1–2 cm Durchmesser, gleichmäßig verteilt) direkt in den Boden des Kübels, empfohlen mit einem Holzbohrer. Bei Fiberglas-Kübeln mit Einsatz empfiehlt es sich, Löcher sowohl seitlich am Einsatz als auch am Boden des Kübels anzubringen. Bei Polyrattan-Kübeln bohren Sie die Ablauflöcher seitlich an den Einsätzen. Im Innenbereich gilt eine andere Regel: keine Löcher in den Außenkübel (Wasser-Schutz für den Fußboden). Stattdessen werden die Löcher seitlich am Pflanzeinsatz gesetzt, immer 2 cm über dem Boden des Einsatzes. So entsteht ein kleines Wasserreservoir, der Außenkübel wird regelmäßig entleert.
Welches Material ist sinnvoll?
Für Lavendel im Topf auf Balkon oder Terrasse eignen sich Pflanzkübel aus Fiberglas oder Polyrattan gut. Beide Materialien sind frostsicher, UV-beständig und leicht genug, um bei Bedarf umgestellt zu werden. Fiberglas-Kübel bieten eine glatte, moderne Oberfläche, während Polyrattan einen natürlicheren Look mitbringt. Einen ausführlichen Vergleich Fiberglas vs. Polyrattan finden Sie in unserem Ratgeber.
Entscheidend ist nicht nur das Material selbst, sondern die Kombination aus Kübelgröße, Ablauf und Erde. Auch bei Kübeln aus Fiberglas oder Polyrattan funktioniert Lavendel sehr gut, solange die Drainage stimmt und das Substrat ausreichend mineralisch aufgebaut ist.
Wie baut man Drainage und Substrat für Lavendel richtig auf?
Wer Lavendel im Kübel pflanzen möchte, sollte diesem Schritt besondere Aufmerksamkeit schenken. Das Substrat muss luftig, durchlässig und eher mager sein.
So bauen Sie die Drainage auf
Am Boden des Kübels sollte eine Drainageschicht liegen. Bei uns ist Blähton der Standard, leicht, sauber und langlebig; Lava oder Bims sind ebenfalls geeignet, grober Kies dient eher als Ballast bei windigen Standorten. Diese Schicht hilft dabei, überschüssiges Wasser schneller aus dem Wurzelbereich abzuleiten und wirkt gleichzeitig wie ein Schwamm: ein kleines Wasserreservoir, aus dem die Pflanze bei Hitze über die Wurzeln zurückzieht. 5–10 cm reichen in den meisten Fällen aus, abhängig von Pflanze und Erdbedarf. Wichtig: Schon vor dem Blähton gehört eine erste Schicht Vlies über die Ablauflöcher, damit die Drainage sie nicht verstopft. Über die Drainage kommt dann ein zweites wasserdurchlässiges Vlies, damit feineres Substrat nicht in die Drainage rutscht.
Einen ausführlichen Leitfaden zur richtigen Bepflanzung finden Sie in unserem Ratgeber Pflanzkübel richtig bepflanzen.
Welche Erde ist für Lavendel geeignet?
Normale Blumenerde ist für Lavendel oft zu humos, zu nährstoffreich und zu wasserspeichernd. Besser ist ein durchlässiges, eher mineralisches Substrat. Geeignet sind zum Beispiel Kräutererde oder angepasste Mischungen, die mit mineralischen Anteilen aufgelockert werden.
In der Praxis bewährt sich häufig eine Mischung aus Pflanzerde und mineralischen Zuschlägen wie Sand, feinem Kies oder gebrochenem Blähton im Verhältnis von etwa 50:50. Ziel ist ein Substrat, das Wasser zwar aufnimmt, aber nicht dauerhaft festhält. Lavendel bevorzugt einen pH-Wert zwischen 6,5 und 8, ideal liegt er bei 7,0 bis 7,5, also leicht alkalisch. Für Echten Lavendel kann ein leicht kalkhaltiges Umfeld sinnvoll sein. Eine Handvoll zerstoßene Eierschalen unter die Erde gemischt verbessert den pH-Wert auf einfache Weise.
Merksatz: Die ideale Mischung für Lavendel im Topf besteht aus etwa 50 % Kräutererde und 50 % mineralischen Zuschlägen (Sand, Kies oder Blähton). Je durchlässiger, desto besser.
Wo steht Lavendel im Topf am besten?
Lavendel ist ein Sonnenanbeter. Ein halbschattiger Standort reicht oft nicht aus, wenn Sie eine kompakte, aromatische Pflanze mit guter Blütenbildung möchten. Wer sich fragt, wo man einen Pflanzkübel mit Lavendel am besten aufstellt: Südseite ist fast immer die richtige Antwort.
So viel Sonne braucht Lavendel
Ideal sind mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne pro Tag. Auf Südterrassen, sonnigen Balkonen oder vor warmen Hauswänden entwickelt sich Lavendel im Topf auf dem Balkon meist besonders gut. Zu wenig Licht führt häufig zu weichen, langgezogenen Trieben, Gärtner sprechen hier von „Vergeilung“, und einer weniger dichten, weniger blühfreudigen Form.
Luftig statt dauerhaft feucht
Neben Sonne ist auch Luftbewegung hilfreich. Ein luftiger Standort reduziert das Risiko, dass die Pflanze nach Regen oder Gießen lange feucht bleibt, und beugt Pilzbefall vor. Problematisch sind dagegen schattige, windstille Ecken mit dauerhaft kühlem, feuchtem Mikroklima.
Wie gießt und düngt man Lavendel im Topf richtig?
Hier gilt: lieber kontrolliert als großzügig. Lavendel verzeiht kurzfristige Trockenheit meist besser als dauerhaft nasse Erde. Die Frage „Wie oft muss man Lavendel im Topf gießen?“ ist daher nicht pauschal zu beantworten.
Wie oft sollte man gießen?
Gießen Sie erst dann, wenn die obere Erdschicht deutlich abgetrocknet ist. Wie oft das nötig ist, hängt stark von Kübelgröße, Material, Wetter und Standort ab. Ein kleinerer Kübel in voller Sonne trocknet deutlich schneller aus als ein großer Kübel im geschützten Bereich.
Gießen Sie möglichst direkt an den Wurzelbereich und nicht über Laub und Blüten, um Pilzgefahr zu reduzieren. Wasser sollte nicht im unteren Kübelbereich stehen bleiben.
Die sogenannte 8-8-8-Regel, die häufig in Zusammenhang mit Lavendel-Pflege kursiert, bezieht sich auf den Rückschnitt: Schnitt im 8. Monat (August) nach der Blüte, Einkürzung um etwa 8 cm, und nochmals im Frühjahr um ein Drittel. Als Gieß-Regel taugt sie nicht. Beim Gießen zählt allein der Zustand des Substrats.
Braucht Lavendel Dünger?
Lavendel ist eher genügsam. Zu viel Dünger kann dazu führen, dass die Pflanze weich wächst, weniger kompakt bleibt und die Blühfreude nachlässt. In vielen Fällen reicht eine zurückhaltende Gabe organischen Düngers im Frühjahr. Bei frischem Substrat oder nährstoffhaltiger Kräutererde ist oft gar keine zusätzliche Düngung nötig.
Wann und wie schneidet man Lavendel im Topf?
Ohne regelmäßigen Schnitt neigt Lavendel dazu, von unten zu verholzen und mit der Zeit auseinanderzufallen. Der Schnitt ist deshalb kein Nebenthema, sondern Teil der Grundpflege.
Der Hauptschnitt im Frühjahr
Im Frühjahr, meist rund um März oder April, wird der Lavendel kräftiger zurückgeschnitten. Auch die Bayerische Gartenakademie (LWG) empfiehlt, die neuen Triebe um etwa zwei Drittel bis kurz vor den verholzten Bereich zurückzuschneiden. Dabei kann ungefähr zwei Drittel des frischen Vorjahrestriebs entfernt werden. Wichtig ist, nicht tief ins alte, kahle Holz zu schneiden, weil Lavendel dort oft nur schlecht wieder austreibt. Als Faustregel gilt: Schneiden Sie bis knapp über den Punkt, an dem noch grüne Blattansätze sichtbar sind.
Der Pflegeschnitt nach der Blüte
Nach der ersten Blüte können verblühte Stiele und etwa ein Drittel der Triebspitzen leicht zurückgenommen werden. Das hält die Pflanze kompakter und kann je nach Sorte eine zweite, meist kleinere Blüte im Spätsommer begünstigen.
Merksatz: Zwei Schnitte pro Jahr halten Lavendel im Kübel in Form: ein kräftiger Rückschnitt im Frühjahr (bis knapp über das grüne Holz) und ein leichter Pflegeschnitt nach der Blüte.
Wie überwintert Lavendel im Pflanzkübel sicher?
Im Beet sind viele Lavendelsorten robuster als im Topf. Der Grund ist simpel: Im Kübel friert der Wurzelbereich schneller durch als im gewachsenen Gartenboden. Lavandula angustifolia ist zwar bis USDA-Zone 5 (ca. –28 °C) winterhart, doch im Kübel fällt diese Toleranz deutlich geringer aus, weil der Topf den Wurzeln weit weniger Isolierung bietet als gewachsener Boden. Die Frage, wie man Lavendel im Topf überwintern kann, hängt daher stark von Sorte und Kübelgröße ab.
So schützen Sie den Kübel im Winter
Bei winterhärteren Sorten reicht oft ein geschützter Standort, zum Beispiel nah an der Hauswand, kombiniert mit einer leichten Isolierung des Topfes.
Zusätzlich kann der Topf mit Vlies oder Jute umwickelt werden. Das schützt die Wurzeln vor starken Temperaturschwankungen. Besonders wichtig ist dieser Schutz bei kleineren Gefäßen. Weitere Hinweise zum Winterschutz finden Sie in unserem Ratgeber Pflanzkübel winterfest machen. Besonders geeignet für winterharte Kübelpflanzen wie Lavendel sind frostsichere Pflanzkübel.
Auch im Winter nicht völlig austrocknen lassen
Ein häufiger Fehler: Im Winter wird gar nicht mehr gegossen. Auch dann braucht Lavendel gelegentlich etwas Wasser, allerdings nur sparsam und an frostfreien Tagen. Das Substrat soll nicht nass, aber auch nicht über Wochen komplett durchgetrocknet sein. Viele Kübelpflanzen gehen im Winter eher durch Austrocknung ein als durch Frost.
Welche Fehler sollte man bei der Kübelkultur vermeiden?
Viele Probleme lassen sich auf wenige Grundfehler zurückführen:
Zu feuchte Erde: Der Klassiker. Lavendel mag keine dauerhaft nassen Wurzeln. Ursache sind oft falsches Substrat, fehlende Drainage oder ein Kübel ohne ausreichenden Wasserablauf.
Zu wenig Sonne: Im Schatten wächst Lavendel meist locker, instabil und blühfaul. Wer eine kompakte, aromatische Pflanze möchte, sollte den sonnigsten verfügbaren Platz wählen.
Zu viel Dünger: Lavendel ist kein Starkzehrer. Übermäßige Düngung führt oft zu üppigem, aber weniger stabilem Wachstum und reduzierter Blütenbildung.
Falscher Schnitt: Wird gar nicht geschnitten, verholzt die Pflanze. Wird zu tief ins alte Holz geschnitten, treibt sie eventuell schlecht wieder aus. Der Schnitt sollte deshalb regelmäßig, aber mit Augenmaß erfolgen.
Wenn Lavendel trotz richtiger Pflege kümmert, liegt es oft am Substrat. Tauschen Sie in diesem Fall die Erde komplett aus und mischen Sie frisches, durchlässiges Substrat mit hohem Mineralanteil.
Fazit
Lavendel im Topf ist pflegeleicht, wenn die Grundlogik stimmt: viel Sonne, durchlässiges Substrat, funktionierende Drainage und zurückhaltendes Gießen. Dann eignet sich die Pflanze sehr gut für Balkon, Terrasse oder Eingangsbereich und bringt Struktur, Duft und eine mediterrane Wirkung in den Außenbereich. Wer passende Pflanzen für große Pflanzkübel im Außenbereich sucht, findet in Lavendel eine der dankbarsten Optionen.
Für die meisten Standorte ist Echter Lavendel die unkompliziertere Wahl. Wer eher dekorative, aber empfindlichere Arten wie Schopflavendel bevorzugt, sollte bei Substrat und Überwinterung sorgfältiger planen. Entscheidend ist am Ende nicht, möglichst viel zu tun, sondern die Bedingungen so einzurichten, dass die Pflanze im Kübel nicht zu nass und nicht zu dunkel steht.
Direkt passende Kategorien:
Häufige Fragen zu Lavendel im Pflanzkübel
Wie tief wurzelt Lavendel?
Lavendel bildet Pfahlwurzeln, die bei älteren Pflanzen 50 bis 80 cm tief reichen können. Im Kübel sollte das Substrat daher mindestens 30 cm tief sein. Das entspricht etwa 20 Liter Volumen für eine ausgewachsene Pflanze. Ein zu flacher Topf führt langfristig zu Wachstumsstockungen und kürzerer Lebensdauer.
Welcher Pflanzkübel ist für Lavendel geeignet?
Geeignet sind Kübel mit ausreichender Tiefe, funktionierendem Abflussloch und Platz für eine Drainageschicht. Unsere Pflanzkübel aus Fiberglas und Polyrattan eignen sich gut, weil sie frostsicher, leicht und UV-beständig sind. Wichtig bleibt vor allem der Wasserablauf. Ohne Abflussloch funktioniert Lavendel auf Dauer nicht im Kübel.
Wie groß muss ein Kübel für Lavendel sein?
Für eine einzelne kompakte Sorte wie 'Hidcote Blue' reicht ein Kübel ab etwa 30 × 30 × 30 cm. Größere Sorten oder Gruppenpflanzungen brauchen entsprechend mehr Platz. Wichtiger als extreme Breite ist ausreichende Tiefe, da Lavendel tief wurzelt. Pro Pflanze in einem Pflanztrog sollten Sie etwa 30 cm Breite einplanen.
Kann man Lavendel im Kübel halten?
Ja, Lavendel eignet sich gut für die Kübelkultur, wenn die Bedingungen stimmen. Entscheidend sind ein sonniger Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Licht, durchlässiges Substrat mit hohem Mineralanteil und ein Kübel mit funktionierender Drainage. Unter diesen Voraussetzungen kann Lavendel im Kübel mehrere Jahre gesund und blühfreudig bleiben.
Welcher Lavendel ist für Kübel geeignet?
Echter Lavendel (Lavandula angustifolia) ist für die meisten Kübelsituationen die sicherste Wahl: winterhart, kompakt und pflegeleicht. Besonders bewährt haben sich 'Hidcote Blue' und 'Munstead'. Schopflavendel (Lavandula stoechas) sieht zwar dekorativer aus, ist aber frostempfindlicher und braucht im Winter einen geschützten Platz oder frostfreie Überwinterung.
Wie überwintert man Lavendel im Topf?
Winterhärtere Sorten wie Echter Lavendel können draußen überwintern, wenn der Kübel geschützt steht: nah an der Hauswand, auf einer isolierenden Unterlage und mit Vlies oder Jute umwickelt. Auch im Winter sollte an frostfreien Tagen sparsam gegossen werden, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Schopflavendel braucht dagegen einen frostfreien Platz.
Wie gießt man Lavendel im Topf richtig?
Erst gießen, wenn die obere Erdschicht deutlich abgetrocknet ist. Immer direkt an den Wurzelbereich gießen, nicht über Laub und Blüten. Staunässe konsequent vermeiden, Lavendel verträgt kurzfristige Trockenheit besser als dauerhaft nasse Erde. Im Winter nur sparsam an frostfreien Tagen wässern.
Was ist die 8-8-8-Regel für Lavendel?
Die 8-8-8-Regel ist eine Schnitt-Eselsbrücke: Im 8. Monat (August) nach der Blüte einen Pflegeschnitt durchführen, dabei die verblühten Triebe um etwa 8 cm einkürzen. Im Frühjahr folgt der Hauptschnitt, bei dem etwa ein Drittel bis zwei Drittel des Vorjahrestriebs entfernt wird. Es handelt sich um eine Vereinfachung: der genaue Zeitpunkt hängt von Sorte und Region ab.
Warum wird Lavendel im Kübel unten kahl?
Das liegt oft an fehlendem oder falschem Rückschnitt, zu wenig Licht oder an einer insgesamt ungünstigen Pflege. Regelmäßiger Schnitt im Frühjahr und nach der Blüte, ein sehr heller Standort und eher zurückhaltende Düngung helfen, die Pflanze kompakter und dichter zu halten. Wird einmal zu tief ins kahle Holz geschnitten, treibt Lavendel dort nur schlecht wieder aus.
Welche Erde braucht Lavendel?
Lavendel braucht eine kalkhaltige, magere und sehr durchlässige Erde. Mischen Sie Kübelpflanzenerde 1:1 mit Sand oder feinem Kies und ergänzen Sie ein bis zwei Esslöffel Gartenkalk pro 10 Liter Substrat. Vermeiden Sie torfreiche Universal-Blumenerde. Sie ist zu sauer und speichert zu viel Wasser. Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 8 liegen.
Braucht Lavendel viel Sonne?
Ja, Lavendel braucht vollsonnige Standorte mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag. Im Halbschatten oder Schatten verkümmert die Pflanze, blüht spärlich und ist anfälliger für Pilzkrankheiten. Ideale Standorte: Süd- oder Südwestseite an einer wärmespeichernden Hauswand oder auf einer offenen Süd-Terrasse.
Lavendel: Sonne oder Schatten?
Eindeutig vollsonniger Standort. Im Schatten geht Lavendel nicht. Wenige Stunden Halbschatten am Vormittag oder späten Nachmittag verträgt die Pflanze, der Hauptteil des Tages muss aber direkte Sonne sein. Schattige Standorte führen zu schwachem Wuchs, ausbleibender Blüte und Schimmelbildung an der Pflanzenbasis.
Wann schneidet man Lavendel zurück?
Lavendel wird zweimal pro Jahr geschnitten: 1) Im Frühjahr (März/April) kräftig um etwa ein Drittel bis zur Hälfte einkürzen, aber nie ins alte Holz. 2) Nach der ersten Blüte (Ende Juli/August) einen leichten Formschnitt durchführen, der eine zweite, kleinere Nachblüte anregt. Wichtig: nur grüne Triebe schneiden, nicht ins verholzte Holz. Aus altem Holz treibt Lavendel nicht mehr aus.











![Grauer Pflanzkübel als Trog am Hauseingang [KI-Lifestyle]](http://www.eleganteinrichten.de/cdn/shop/files/1039-bauhaus-courtyard-phyllostachys.jpg?v=1778084093&width=1080)





